Geldanlage ab vierzig: So geht sparen heute!

Die Finanzkrise 2007 hat Sparen zu einem schwierigen Thema gemacht. Es gibt so gut wie keine Zinsen mehr. Zeit also, seine Geldanlage zu modernisieren.

Hand aufs Herz: Haben auch Sie noch ein Sparbuch? Ja? Dann geht es Ihnen wie der Hälfte aller Deutschen. Sie lieben ihr Sparbuch und verbinden viele schöne Erinnerungen damit. In schwierigen Zeiten half es, den Grundstock für eine bessere Zukunft zu legen – für einen selbst, für die Kinder und Kindeskinder.

Dieses gute Gefühl möchte man auch heutzutage haben. Denn schließlich weiß niemand, was die Zukunft bringt. Wenigstens finanziell will man da so gut wie möglich gerüstet sein. Die Finanzkrise 2007 allerdings hat das Sparen zu einem schwierigen Thema gemacht. Es gibt so gut wie keine Zinsen mehr für das Geld auf der hohen Kante. Und so wie es aussieht, wird das auch noch einige Jahre so weitergehen. Zeit also, sich Gedanken um das finanzielle Polster zu machen.

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Sparziele ab vierzig

Mit 40 stehen wir mitten im Job. Wir arbeiten hart und wollen im Alter auch etwas davon haben. Und nicht nur das. Wir möchten uns auch vorher schon Wünsche erfüllen und unser Leben genießen. Ein paar sonnige Wochen im Süden, ein Auto, das zu uns passt, ein anständiger Fernseher und eine Wohnung zum Wohlfühlen – das alles ist kein extravaganter Luxus. Diese Dinge gehören einfach zu einem guten Leben dazu. Dafür sind wir auch bereit zu sparen. Aber zu guten Konditionen, bitte!

Wenn wir einen Fernseher kaufen, eine Waschmaschine oder einen Smoothie-Mixer, suchen wir lange nach den besten Angeboten. Warum auch nicht. Schließlich wollen wir für unser Geld den bestmöglichen Gegenwert erhalten. Das ist keine Frage von Geiz oder Knauserigkeit, sondern einfach eine wirtschaftlich vernünftige Herangehensweise. Wir machen eben das Beste aus unserem Geld.

Neue Formen der Geldanlage

Dieses Vorgehen ist auch bei einer Geldanlage sinnvoll. Wir müssen vergleichen und herausfinden, wo wir das meiste für unser Erspartes bekommen – zu den besten Konditionen.

Mal ehrlich, wenn unser Sparbuch noch nicht einmal genug Zinsen bringt, um die Inflationsrate auszugleichen, dann ist das kein gutes Geschäft. Im Gegenteil. Also ein Sparbuch nur aus rein nostalgischen Gründen? Schon möglich. Aber dann doch bitte zumindest auch andere Optionen prüfen. Allein schon, um sich besser auszukennen und modernen Anlageformen eine Chance zu geben. Davon gibt es inzwischen eine ganze Menge.

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Statt eines Sparbuchs kann man beispielsweise ein Festgeldkonto anlegen. Es ist genauso sicher wie das Sparbuch und bringt deutlich mehr Zinsen. Das Geld wird hierbei für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt. Diesen spricht man mit seiner Bank ab. Meist handelt es sich dabei um eine Frist von einem Monat. Legt man sein Geld länger fest, dann gibt es auch entsprechend höhere Rendite.

Möchte man lieber flexibel sein und jederzeit auf sein Geld zugreifen, ist ein Tagesgeldkonto eine gute Wahl. Das Ersparte ist immer in vollem Umfang verfügbar, und Zinsen gibt es trotzdem mehr als beim Sparbuch. Abgesichert ist das Geld wegen des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken obendrein. Dieser schützt die Guthaben von Kunden bei den privaten Banken in Deutschland.

Geldanlage durch Bausparen

Oft stellen wir uns ab 40 auch die Frage, wie wir unsere Kinder für die Zukunft absichern. Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Lohnt sich Bausparen in heutigen Zeiten eigentlich noch?

Ja, und zwar wegen der staatlichen Förderungen. Sie machen einen Bausparvertrag attraktiv. Besonders für junge Leute ist er nach wie vor eine gute Geldanlage. Sie können beispielsweise vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber in den Vertrag einbringen. Zusätzlich können sie eine Wohnungsbauprämie in Anspruch nehmen, mit der der Staat das Bausparen fördert. Dafür müssen sie nur mindestens 50 Euro im Jahr auf den Bausparvertrag einzahlen und zudem mindestens 16 Jahre alt sein. Dann zahlt der Staat jährlich einen Zuschuss von knapp 9 Prozent auf das Eingezahlte.

Projekt Sparbuch 2.0 an der Börse

Auch eine Anlage in Aktien und Fonds ist eine interessante Option. Sie erfordert Umsicht und Interesse für das Thema. Beides kann auch bei Jugendlichen durchaus schon vorhanden sein.

Erfolg mit Aktien, Fonds und anderen Anlageformen ist überdies heute längst nicht mehr allein nur Börsen-Profis vorbehalten. Verlässliche Informationen sowie praktische Tipps und gute Beratung seriöser Online-Finanz-Portale haben dazu geführt, dass auch Laien an der Börse erfolgreich sein können. Und schon steht einem erfolgreichen Handeln mit Aktien oder Wertpapieren nichts mehr im Wege – vorausgesetzt, man hat ein Depotkonto.

Hier können durchaus spannende Projekte generationsübergreifend entstehen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Eltern und Großeltern gemeinsam mit ihren Enkeln und Kindern in solide Aktien oder Fonds investieren?

Sich an der Börse auszukennen, ist für junge Leute heute mehr als nur cool. Das Vergrößern von Wissen im Bereich Geld und Finanzen ist nicht nur spannend. Es kann auch für junge Menschen eine wichtige Erfahrung für die Zukunft sein. Zudem gibt es ihnen das Gefühl, in die Erwachsenenwelt hineinzuwachsen.

Stabile Aktienfonds sind dafür ein guter Start. Denn auch Aktien können gute Rendite bieten bei überschaubaren Risiken. Am besten lässt man sich gemeinsam als Familie von einem Finanzexperten beraten und vergleicht die Angebote. Dann werden schon bald drei Generationen zu modernen Geldanlegern.

Wie auch immer man sein Geld anlegt, ob für sich, die Kinder oder Enkelkinder, eines ist klar: Es soll Rendite bringen. Ansonsten könnten wir es auch wieder in dem drolligen Schwein mit dem Geldschlitz im Rücken „sparen“. Das wäre dann zwar nostalgisch, aber weder eine gute, noch eine sichere Geldanlage, sondern eher eine Bereicherung für jeden Einbrecher.